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Zeit der Sehnsucht

Es war in der Adventszeit, kurz nach dem Krieg. Ein Junge wurde von seinem Lehrer gefragt, was er sich am liebsten zu Weihnachten wünsche. Der Junge dachte an das eingerahmte Bild seines Vaters, das zu Hause auf dem Stubenschrank stand und daran, dass sein Vater nicht mehr da ist. Dann sagte er leise: „Ich möchte, dass mein Vater aus dem Rahmen heraustritt und wieder bei uns ist". Die Advents- und Weihnachtszeit ist eine Zeit der Wünsche und der Sehnsucht. Wir wünschen uns Frieden und Geborgenheit. Viele sehnen sich nach einer guten und starken Hand, die in Schwachheit trägt, in Ängsten beisteht und in Traurigkeit tröstet. So wie der Junge sich nach seinem Vater sehnte. Erinnerungen an die Kindheit werden wach. Fragen stehen im Raum. Gibt es jemand, der uns das schenken kann, wonach wir uns sehnen? Wie ist das mit Gott? „Freunde, über`m Sternenzelt muss ein lieber Vater wohnen", schrieb einst Friedrich Schiller. So wie der Junge das Bild seines Vaters hatte, so haben viele ihr Bild von Gott. Wie bei Schiller ist es umrahmt von eigenen Vorstellungen und Gedanken. Doch Weihnachten ist das Fest, an dem Gott aus dem Rahmen des Ungewissen und Fernen heraustritt. „Euch ist heute der Heiland geboren", bekamen die Hirten von Bethlehem beim allerersten Weihnachtsfest gesagt ( nachzulesen in der Bibel, Lukasevangelium Kapitel 2 ). Jesus ist der aus dem Rahmen des Unsichtbaren heraus-getretene Gott. Lebte unser Leben und starb für unsere Schuld.
In Jesus streckt Gott seine Hände nach uns aus. Bis heute. Er sucht jeden. Seine Liebe grenzt keinen aus, keinen! Er sucht auch die, wir nicht leiden können. Dort, wo sich Menschen ihm anvertrauen, kann es tatsächlich Frieden werden, Veränderung beginnen und Sehnsucht gestillt werden.