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1. Mai

" 1. Mai, ich suche dein Gesicht. Am Marx - Engels-Platz ich find es nicht" sang Manfred Krug zu DDR -Zeiten in einem Liebeslied. Die Kulturfunktionäre freuten sich, das der Genosse Schlagersänger den Kampf- und Feiertag der Arbeiterklasse besingt. Und wer etwas helle war, wie der Sachse sagt, musste feixen, weil die besungene Dame eben nicht zur Demo ging, wie es die Vorgesetzten wollten. Und sagte sich, da bleib ich ooch dorheeme. Es gibt noch viel mehr zu erzählen über diesen Tag, zum Beispiel das die Nazis diesen Tag zum gesetzlichen Feiertag in Deutschland machten. Aber nun isser`s und das ist ja erstmal ganz schön. Feiertage sind wichtig und Gott gönnt die seinen Menschen. Deshalb schenkt er uns jede Woche den Shabbat, den die meisten Christen am Sonntag feiern. Am 1. Mai geht es um soziale Gerechtigkeit und auch dafür ist die Bibel der beste Ratgeber. Schon in ihrem ersten Teil, der Bibel des Volkes Israel, fordert sie klar zur Rücksichtnahme für die Armen und Schwachen auf. Und sie hat eine hochaktuelle Warnung: Geldgier ist die Wurzel allen Übels ! Die betrifft die Reichen, die nicht genug bekommen können. Genauso auch die " nicht ganz so Reichen", die ein verhältnismäßig gutes Einkommen und einen sicheren Arbeitsplatz haben und trotzdem mit ihren Streiks das Leben lahm legen, weil sie immer mehr haben wollen. Da ist einer so "gut" wie der andere und beide sind nicht gut für ihre Mitmenschen. Dann warnt die Bibel immer wieder vor falschen Propheten und das sind insbesondere die, die den Himmel auf Erden versprechen. Von denen haben wir nach dem schlimmen 20. Jahrhundert mit den braunen und roten Diktaturen einfürallemal genug. Eines Tages wird es soweit sein, das alles gut wird. In Gottes Reich wird das sein, das nur Jesus schaffen wird. Mit Ostern und Pfingsten hat es begonnen. Mit Menschen, deren Herz durch Jesus verändert wurde und wird und die hier und da etwas zum Guten verändern. Unser Sozialwesen und die Diakonie haben genau hier ihren Ursprung. Einer der ungezählten Menschen, die sich für andere eingesetzt haben war Friedrich Wilhelm Raiffeisen ( 1818 -1888). Die kleinen Landwirte seiner Zeit, oft durch Mißernten und Wucherer verarmt, lagen ihm am Herzen. Für sie gründete er einen Hilfsverein und eine "Darlehenskasse", die zum Urtyp der Genossenschaftsbanken wurde. Nebenbei kümmerte er sich noch um den Bau einer Eisenbahnlinie und vieles andere. "Ein jeder erweise seinem Bruder Güte und Barmherzigkeit und tut nicht Unrecht den Witwen, Waisen, Fremdlingen und Armen" heißt es in der Bibel (Sacharja 7, 9+10). Ein gutes Programm, nicht nur für den ersten Mai.