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Der Urlauber aus der Bibel

Der Mann war Finanzminister der äthiopischen Königin. Wie er zu dem Posten kam, erzählt die Bibel nicht. Vielleicht trat der Vorgänger zurück, weil er dem Druck der veröffentlichten Meinung nicht mehr standhalten konnte oder er hatte seinen Rücktritt eingereicht, weil er Verantwortung für einen Fehler übernommen hat - das wäre vorbildlich! Jedenfalls, unser Mann wurde Minister. Nun hatte er Karriere und dabei bestimmt auch Knete gemacht. Doch die Frage ist: Hat das alles auch Freude gemacht? Freude haben ist mehr als Spaß haben. Echte Freude bleibt auch dann, wenn der Spaß zu Ende ist. Schließlich hatte er Urlaub gemacht. Für ein paar Wochen donnerte der Mann mit seinen zwei PS die 2000 km nach Jerusalem, das schon immer ein wunderbares Reiseziel war. Damals hatten sich die hochgebildeten Leute in Griechenland genauso wie die Menschen in seiner Heimat ihre Götter selber gebastelt. In Jerusalem dagegen hatte das Volk Israel zwar einen Tempel, doch darin befand sich keine Götterstatue, icht einmal ein Götterbild. Israels Gott ist nicht zu sehen, aber zu erleben! Am Ende des Urlaubs kaufte sich der Mann etwas Lektüre für die Heimreise, eine kostbare Schriftrolle mit einem Teil der Bibel ( den ersten Teil gab es damals schon). Er las und kam ins Fragen. Wer beim Bibellesen noch nie Fragen hatte, hat sie wahrscheinlich noch nie richtig gelesen. Fragen dürfen nicht verdrängt, sondern müssen besprochen werden, zu zweit, im Hauskreis, in der Bibelstunde, in der Gemeinde. Wir dürfen Gott bitten, dass er uns die richtige Hilfe schenkt. Der Finanzminister fand sie durch einen Tramper. Der war Mitarbeiter in einem Gemeindeaufbauprojekt und hatte eigentlich keine Zeit, sein Terminkalender war voll. Aber er lies sich von Gott schicken und weil dieser Tramper Gott gehorsam, fand unser Mann das Glück seines Lebens.Der Mitarbeiter erklärte ihm den Text. Von einem Lamm war darin die Rede. Das ist ein Hinweis auf Jesus, der für unsere Schuld als Opferlamm gestorben ist und damit unsere Beziehung zu Gott wieder gut werden kann, erklärte der Beifahrer. Und wenn die gut wird, dann wird auch unser Leben gut. Nach einiger Zeit ließ der Minister den Wagen stoppen und sich taufen. Von Jesus hören und schwärmen ist das eine, mit ihm leben nochmal etwas anderes. Aber genau darauf kommt es an. Danach war der Glaubenskurs für den Minister zu Ende. Es ging zurück in die alte Heimat, zur alten Chefin, an den alten Schreibtisch mit seinen Problemen. Aber mit einer neuen Beziehung zu Gott. Dann heißt es am Ende der Geschichte im Originalton Bibel: Er zog seine Straße fröhlich. Egal, ob im Urlaub oder nicht, wir können das heute genauso erleben.