Angedacht

Himmelfahrt und Pfingsten - was wird da eigentlich gefeiert ?

Diese Feste gehen zurück auf Ereignisse vor rund 2000 Jahren, von denen die Bibel berichtet. Ostern geschah die Auferstehung des gekreuzigten Jesus. Er war tot, aber wurde neu ins Leben gerufen um nie wieder zu sterben. Vierzig Tage nach Ostern ging Jesus zurück in den Himmel, zu Gott, dem Vater. Nicht in den Himmel über uns mit Sonne, Mond und Sternen. Sondern in die DimensionGottes, die wir nicht begreifen, aber in die wir einmal kommen können, wenn wir uns Jesus anvertrauen. Zuvor hatte Jesus seinen Jüngern versprochen, das er sie nicht allein lassen wird: „Der Vater wird euch den Tröster, den Heiligen Geist, in meinem Namen senden“. Zehn Tage später - da feiern wir das Pfingstfest - erfüllte Gott das Versprechen: Er sandte ihnen den Heiligen Geist. Wie einen frischen Wind, wie feurige Flammen, so erlebten sie das. Sofort begannen sie, den Menschen in Jerusalem zu erzählen, was sie mit Gott erlebt haben. Daraufhin begannen viele an Jesus zu glauben. So entstand die erste christliche Gemeinde. Pfingsten wurde damit zum Geburtstag der Kirche und die Kirche - die weltweite Gemeinde der Jesusnachfolger - gibt es heute immer noch. Menschlich gesehen müsste diese „Firma“ schon längst am Ende sein. Manche ihrer „Abteilungen“ mussten schließen, doch immer wieder entsteht Neues. Auch in unserer Zeit, in unserem Land und weltweit noch viel mehr. Denn seit Pfingsten ist Jesus im Heiligen Geist bei seinen Leuten. Unsichtbar, aber erfahrbar. Das ist sozusagen das Geheimnis jedes christlichen Gemeindelebens: Auch wenn es zuweilen noch so armselig erscheint - hier wohnt Gott im Heiligen Geist. Und er beauftragt die Gemeinde, seine Einladung allen Menschen zu überbringen. Denn er sucht jeden Menschen, weil er jeden liebt. Er will bei uns wohnen, in guten wie in schweren Zeiten - wenn das kein Grund zum Feiern ist!

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Ralf Gotter
Vorsitzender
Telefon: 03762 / 4 21 96