Angedacht

Meer

Endlich sind Sommerferien und viele zieht es wieder ans Meer. Das Spiel der Wellen, die Kraft der Brandung oder ein Sonnenuntergang über dem bis zum Horizont reichenden Meer – wie schön ist das alles! So mancher fängt diese Naturschauspiele zum hundertsten Mal mit der Kamera ein. Was für ein Geschenk ist es, diese einzigartige Stimmung, die salzige Luft und die angenehme Brise genießen zu können. Doch das Meer hat auch andere Seiten. Ungestüme Wellenberge können selbst stabile Schiffe versenken. Gefährliche Strömungen fordern jedes Jahr Menschenopfer. Schlimm die Tragödien im Mittelmeer, wo Flüchtlinge von kriminellen Schleußern in große Gefahr gebracht wurden. Solche dunklen Seiten des Meeres hat der Dichter eines Psalms aus der Bibel vor Augen und noch mehr: Er sieht das brausende und aufgewühlte Völkermeer mit Kriegen und Katastrophen. „Die Wasserwogen im Meer sind groß und brausen mächtig; der Herr aber ist noch größer in seiner Höhe. Dein Wort ist wahrhaftig und gewiss“. (Psalm 93,4-5). Der Gott der Bibel ist nicht einfach nur der Herr über Ozeane und Seen. Er behält den Überblick auch über das Meer der Menschen. Er ist allmächtig. Oft stellt sich die Frage: Warum greift Gott nicht schneller ein und rettet vor dem Untergang? Doch Gott ist nicht der Schnell-Reparaturdienst der von uns Menschen gemachten und verschuldeten Nöte. Und dennoch: Er kann helfen, weil er größer ist als alle Probleme. Wir dürfen im Gebet zu ihm kommen mit allem, was wir auf dem Herzen haben. Er hat uns mit der Bibel sein Wort gegeben. Gott ist da, auch in den Stürmen des Lebens. Und er ist größer als alle Herren und Damen dieser Welt, die meinen,

sie seien die größten. Er spricht das letzte Wort.

...

Ralf Gotter
Vorsitzender
Telefon: 03762 / 4 21 96