Angedacht

Lydia aus Europa

Diese Frau lebte im ersten Jahrhundert in der griechischen Stadt Philippi. Sie war Purpurhändlerin, also Unternehmerin in Sachen Mode. Lydia wurde die erste Person auf europäischen Boden, die den christlichen Glauben annahm. Schon vorher gehörte sie zu einem kleinen Kreis von Griechen, die auf der Suche nach dem lebendigen Gott waren. Religion gab es zwar mehr als genug. Die griechischen und römischen Götter zierten in Stein gehauen die Städte. Der Aberglaube war weit verbreitet. Doch all das war für sie keine Option. Ihr war klar, das die von Menschen gebauten Götter tot sind. Und damit war sie nicht die Einzige. In Athen gab es einen Platz voller Götterstatuen und mittendrin einen leeren Sockel mit der Aufschrift: Dem unbekannten Gott. Diesen Gott suchte Lydia. Eines Tages kam Paulus, der erste Missionar der Christenheit, mit seinem Mitarbeiter Silas nach Philippi. Gott, der Herr, öffnete Lydia das Herz und sie lies sich mit ihrem ganzen Haus taufen, so berichtet die Bibel über diese Begegnung (in der Apostelgeschichte, Kapitel 16). So begann die Geschichte des christlichen Glaubens in Europa und die hat unseren Kontinent geprägt. Gut war es immer dann, wenn Menschen den großen Schatz der Bibel für sich entdeckt und gelebt haben: Das jeder Mensch ein Ebenbild Gottes ist. Das wir durch Jesus Vergebung unserer Schuld haben können. Das die zehn Gebote die guten Maßstäbe für ein gelingendes Leben sind. Schlecht war es immer dann, wenn kirchliche und politische Macht verflochten waren und Menschen zu Christen erklärt wurden, obwohl sie es gar nicht waren. Die Beziehung zu Jesus Christus kann nur eine Herzenssache sein. Jeder Einzelne ist gefragt. Mit der europäischen Idee übrigens ist das ähnlich.

...

Ralf Gotter
Vorsitzender
Telefon: 03762 / 4 21 96