Angedacht

Majestät, die Juden!

Der alte Fritz hatte einen frommen General. König Friedrich der II. war als Landesfürst auch „Chef“ der preußischen Kirche, obwohl er mit Gott nichts am Hut hatte. Ganz anders als sein General von Ziethen, den er wegen seines Glaubens immer wieder aufzog. „Beweise er mir die Wahrheit der Bibel“ sagte er ihm eines Tages und der General antwortete: „Majestät, die Juden“. Die Geschichte des Volkes Israel, von seiner Entstehung bis heute ist tatsächlich ohne die Bibel nicht zu verstehen. Das dieses Volk lebt, obwohl es fast 2000 Jahre nicht in seiner Heimat leben durfte und grausam verfolgt wurde, ist ein Wunder. Das aus der Wüste zwischen Mittelmeer und Jordan wieder ein fruchtbares Land wurde, ebenfalls. Gott hat seinen Bund mit diesem Volk nicht gekündigt und bleibt seinen Verheißungen treu, obwohl das Volk ihm oft untreu war. Die Kirche hat sich auf schmähliche Weise bis in die jüngste Vergangenheit gegen diese Treue Gottes gegenüber seinem Volk vergangen. Dabei ist dieses Volk sozusagen die Wurzel der christlichen Gemeinde. Hier ließ Gott seinen Sohn Jesus zur Welt kommen, um durch ihn jeden Menschen seine Liebe zu schenken. Gottes Ziel für unsere Welt steht fest: Schalom- zu deutsch: Frieden, Heil, erfülltes Leben. In der Zwischenzeit gibt es noch viele Sorgen. In Israel und in Deuschland. Und es gibt viel Unwissenheit und Desinformation zu diesem Thema. So bleibt es auch Jahrzehnte nach dem Holocaust wichtig, die Gefahren für Israel und für unser Volk zu erkennen, damit sich die dunklen Kapitel der Geschichte nicht wiederholen. Und es bleibt noch immer wichtig, sich zu informieren. Die Ausstellung zur jüngsten Geschichte Israels vom 16.-30.09. in der St. Johanniskirche ist dazu eine gute Gelegenheit.