Angedacht

Advent

Was wird kommen? Wie kommen wir durch in der nächsten Zeit? Das sind die Ängste, die derzeit viele aufwühlen. Und nun beginnt die Adventszeit. Eigentlich eine Zeit der Vorfreude auf Weihnachten, doch angesichts von Krieg und Krisen ist das so ein Ding. „Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel“. So lautet ein Satz aus der Bibel zur Adventszeit. Die Leute, die ihn vor ca. 2500 Jahren das erste Mal gehört haben, konnten damit zunächst nicht viel anfangen. Sie gehörten zum Volk Israel, das von der damaligen Supermacht Persien besetzt war. Deren König Kyros hatte zwar eine Zeitenwende verkündet. Doch die meisten waren skeptisch, ob sich ihr Blatt zum Besseren wenden könnte. Rund 500 Jahre später zog Jesus mit seinen Anhängern in Jerusalem ein. Er war materiell arm und ritt auf einem geborgten Esel, damals ein würdiges Reittier. Das passte eigentlich gar nicht zusammen. Doch bibelfesten Leuten, die das erlebten, wurde klar: Das ist er, der König, den Gott seinem Volk Israel und der ganzen Welt versprochen hat. Er kam um uns zu retten. Nur er kann uns helfen, damit wir mit Gott und neu miteinander anfangen können. Adventszeit ist die Zeit der Vorfreude auf Weihnachten, den Geburtstag von Jesus. Und zugleich geht es in der Adventszeit um das nächste Kommen von Jesus. Dann nicht mehr als Kind in der Krippe, sondern als Herr der Welt. Nicht Wladimir und Joe, nicht Bill oder Elton werden das letzte Wort der Geschichte sprechen, sondern Jesus. „Sagt der Welt, wenn sie uns furchtsam machen will: Eure Herren gehen, unser Herr kommt!“ so sagte es der frühere Bundespräsident und Christ Gustav Heinemann. Diese Hoffnung macht Mut und lässt die Ängste kleiner werden.

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Ralf Gotter
Vorsitzender
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